Events

Conference

Feb 10 – Feb 11, 2023

KörperZeiten. Narrative, Praktiken und Medien

Con­fer­ence

Inter­diszi­plinäre Tagung der Isa Lohmann-Siems Stiftung im War­burg-Haus in Hamburg

Die inter­diszi­plinäre Tagung der Isa Lohmann-Siems Stiftung lotet das Ver­hält­nis von Kör­p­er und Zeitlichkeit sowie die Span­nung zwis­chen gesellschaftlichen Kör­per­vorstel­lun­gen/-ide­alen und kör­per­lichen Bed­ingth­eit­en in Beiträ­gen aus Archäolo­gie, Chrono­bi­olo­gie, Geschichte, Kul­tur­wis­senschaft, Anthro­polo­gie, Kun­st­geschichte und Medi­en­wis­senschaften aus.

Kör­perZeit­en. Nar­ra­tive, Prak­tiken und Medien

Der men­schliche Kör­p­er ist immer auch ein Ort von Zeitlichkeit: als biol­o­gis­che Tat­sache, soziale Kon­struk­tion und Erfahrungsmedi­um. Eigen­zeitliche und epochale Kör­per­wahrnehmungen und Kör­per­bilder unter­liegen dabei steti­gen Veränderungsprozessen.
Der eigene Kör­p­er durch­läuft bis zum Tod einen ständi­gen Wan­del, der Ist-Zus­tand verän­dert sich per­ma­nent. Zeitliche Ein­flüsse auf den Kör­p­er lassen sich jedoch nicht nur im Biol­o­gis­chen fes­thal­ten. Kör­per­darstel­lun­gen und ‑ide­ale fol­gen gesellschaftlich geprägten und reg­ulierten Maxi­men. Diese kön­nen in Form von Klei­dung, Sport, Prothe­sen oder geziel­ten Insze­nierun­gen Aus­druck find­en und den Kör­p­er zeitweise über­for­men und transformieren.

Aktuelle und his­torische Kör­per­ver­ständ­nisse wer­den zunehmend hin­ter­fragt, her­aus­ge­fordert und debat­tiert. Sozio-kul­turelle Nar­ra­tive, wie etwa Schön­heit­side­ale, Unversehrtheit­serzäh­lun­gen oder Vorstel­lun­gen sta­bil­er Geschlecht­skon­struk­tio­nen, wer­den so auf den Prüf­s­tand gestellt. Inwieweit existieren also all­ge­me­ingültige Kör­per­nor­men, und wie sind diese zeitlich und kul­turell bedingt?
Hier set­zt die inter­diszi­plinäre Tagung der Isa Lohmann-Siems Stiftung an und lotet das Ver­hält­nis von Kör­p­er und Zeitlichkeit sowie die Span­nung zwis­chen gesellschaftlichen Kör­per­vorstel­lun­gen/-ide­alen und kör­per­lichen Bed­ingth­eit­en in Beiträ­gen aus Archäolo­gie, Chrono­bi­olo­gie, Geschichte, Kul­tur­wis­senschaft, Anthro­polo­gie, Kun­st­geschichte und Medi­en­wis­senschaften aus. Ziel ist es dabei, die kul­turellen, sozialen und materiellen For­mungen sowie die Eigen­dy­namiken des men­schlichen Kör­pers als zeit­ge­bun­dene Phänomene zu beleuchten.

Da die Tagung hybrid konzip­iert ist, kön­nen Sie auch online teil­nehmen. Nach der Anmel­dung erhal­ten Sie zeit­nah einen Zoom-Link zur Tagung. Eine Anmel­dung zur Tagung ist erforder­lich über die Home­page der Stiftung: https://www.ils-stiftung.de/aktuelle-tagung.html.

Pro­gramm

Fre­itag, 10. Feb­ru­ar 2022

09:30 Uhr Ankun­ft und Kaffee
10:00 Uhr Begrüßung und Einführung

NORMIERUNG, INSZENIERUNG UND TRANSFORMATIONEN
10:30 Uhr Felix Jäger (München): Dis­abil­i­ty Design? Verkör­pe­run­gen von Dif­ferenz und Anpas­sung in der Plat­tnerkun­st des 15. Jahrhunderts
11:15 Uhr Nina Eck­hoff-Heindl (Köln): Insze­nierung­sprak­tiken in Freak­shows des 19. Jahrhun­derts. Julia Pas­trana und die Verän­der­lichkeit von Körpernormen
12:00 Uhr Kaffeepause
12:15 Uhr Fabi­an Röder­er (Ham­burg): Zeit und Raum des Kün­stlerkör­pers in „Selb­st­porträt mit Porträt von Pyotr Kon­chalovsky“ von Ilya Mashkov
13:00 Uhr Bod­ie A. Ash­ton (Erfurt): Trans-Kör­p­er als Frage der Staatssicher­heit? Zwei Ham­burg­er Fall­stu­di­en zur Ver­fol­gung geschlecht­snonkon­former Men­schen in der NS-Zeit
13:45 Uhr Mit­tagspause und Führung durch das War­burg-Haus mit Ben­jamin Fellmann

PERFORMANZ UND STILLSTAND
14:45 Uhr Marie-Char­lotte Simons (Hildesheim): Strike a Pose. Die Kör­perZeit der Pose
15:30 Uhr Antje Krause-Wahl (Frank­furt a. M.): Kör­p­er jen­seits der Produktivität
16:15 Uhr Kaffeepause
16:45 Uhr Amelie Alter­auge (Tübin­gen): Von Todes­bildern, Kör­perkonzepten und Leichen­säften – Neuzeitliche Gruftbestat­tun­gen in Deutsch­land zwis­chen christlich­er Tra­di­tion, sozialer Repräsen­ta­tion und Aufklärung
17:30 Uhr Con­stanze Wal­len­stein (Ham­burg): Über den Tod hin­aus. Zeitkonzepte in den posthu­men Fotografien Emil­iano Zap­atas und Che Guevaras
18:15 Uhr Apéro

Sam­stag, 11. Feb­ru­ar 2022

ZEITERZÄHLUNGEN UND KÖRPERWISSEN
10:00 Uhr Hen­rik Oster (Lübeck): Kör­perZeit­en – it’s in the genes!
10:45 Uhr Robert Stock (Berlin): Diskon­tinuier­liche Zeitlichkeit: Crip Time und die Per­spek­tive der Envi­ron­men­tal Dis-/Hu­man­i­ties
11:30 Uhr Imbiss
12:00 Uhr Clau­dia Bruns (Berlin): Die Haut der Heili­gen Drei Könige – Vom Aufkom­men kolo­nial­ras­sis­tis­ch­er Ein­schrei­bun­gen in den religiösen (Kollektiv)Körper
12:45 Uhr Manuel Bolz (Ham­burg): Wie Phoenix aus der Asche? Pop­ulärkul­turelle Nar­ra­tive über Jugendlichkeit, Sex­u­al­ität und den weib­lichen Kör­p­er am Beispiel von Lady Di’s „Revenge Dress“
13:30 Uhr Faz­it und Abschluss mit Chris­tine Bischoff (Kiel)

Kon­takt
E‑Mail: koerperzeiten@gmail.com

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Mar 3 – Mar 5, 2023

36. Symposion zur Geschichte der Psychoanalyse

Con­fer­ence

Sym­po­sion an der Inter­na­tion­al Psy­cho­an­a­lyt­ic Uni­ver­si­ty (IPU) in Berlin

Das Sym­po­sion zur Geschichte der Psy­cho­analyse find­et jährlich Ende Februar/Anfang März statt. Gegrün­det 1987 in Kas­sel von Hel­mut Junker und Ger­hard Wit­ten­berg­er, wurde es ab 1996 von Ger­hard Ficht­ner und Albrecht Hirschmüller am Insti­tut für Geschichte der Medi­zin in Tübin­gen fort­ge­führt. Als die bei­den Tübinger Organ­isatoren 2010 ihre Funk­tion auf­gaben, wurde das Sym­po­sion nach Berlin ver­legt, wo es bis 2020 von Michael Schröter (Berlin), Thomas Aich­horn (Wien) und (seit 2017) Rain­er Her­rn (Berlin) unter Träger­schaft des INSTITUTS FÜR GESCHICHTE DER MEDIZIN an der Char­ité (Direk­tor: Volk­er Hess) organ­isiert wurde. Sekre­tariell wird es seit 2011 von Sabine Selle (Char­ité) betreut. Eben­falls seit 2011 zeich­net LUZIFER-AMOR formell als Mit-Ver­anstal­ter. Der Tagung­sort war bis 2019 auf dem Char­ité-Gelände in Berlin-Mitte. 2020 wurde das Sym­po­sion erst­mals in den Räu­men der  Inter­na­tion­al Psy­cho­an­a­lyt­ic Uni­ver­si­ty (IPU) abge­hal­ten. Ab 2021 liegt die Organ­i­sa­tion in den Hän­den von Ludger M. Her­manns, Rain­er Her­rn und Andrea Hup­p­ke (alle Berlin). Das erste Tre­f­fen der neuen Ägide musste Coro­na-bed­ingt im online-Modus stat­tfind­en. – Für die Teil­nahme wer­den Zer­ti­fizierungspunk­te vergeben.

In sein­er langjähri­gen Geschichte hat sich das Sym­po­sion zum zen­tralen Forum der psy­cho­analy­se­his­torischen Szene im deutschsprachi­gen Bere­ich her­aus­ge­bildet. Das Pro­gramm wird in der Haupt­sache nicht „gemacht”, son­dern repräsen­tiert laufende Arbeit­spro­jek­te im Feld, soweit sie zum Vor­trag ange­boten wer­den. Die Mehrzahl der Ref­er­enten sind nicht-akademis­che Forsch­er, die gle­ich­wohl akademis­ches Niveau anstreben. Auch akademis­che Autoren aus ver­schiede­nen Fakultäten, vor allem jün­gere, nutzen das Sym­po­sion zur Vorstel­lung ein­schlägiger Arbeiten.

Die Teil­nehmerzahl hat sich, nach Spitzen­werten von über 120, auf ca. 90–100 Per­so­n­en eingepegelt. Trotz­dem hat die Ver­anstal­tung ihren Charak­ter als Arbeit­str­e­f­fen behal­ten. Die Kosten, und damit auch die Teil­nah­mege­bühren, wer­den bewusst niedrig gehal­ten. Für den Ablauf galt lange, dass am Fre­ita­gnach­mit­tag zwei, am Sam­stag zweimal drei und am Son­ntagvor­mit­tag zwei halb­stündi­ge Vorträge ange­boten wur­den. Seit 2017 wird für den Fre­ita­gnach­mit­tag ein „Ehren­gast” ein­ge­laden: ein/e namhafte/r Kolleg/in, auch aus dem Aus­land, der/die nor­maler­weise nicht den Weg zu uns find­en würde und dem/der eine län­gere Vor­tragszeit zur Ver­fü­gung gestellt wird. Es wird Wert darauf gelegt, dass nach den Vorträ­gen je eine halbe Stunde Zeit für die Diskus­sion bleibt. Das Sym­po­sion wird durch eine organ­isatorische Sitzung beschlossen, in der sein basis­demokratis­ch­er Charak­ter zur Gel­tung kommt. Ein Buf­fet am Fre­itagabend ist fes­ter Bestandteil des Pro­gramms. Auch am Sam­stagabend wird die Möglichkeit für ein gesel­liges Zusam­men­sein geboten. Passende Rand­ver­anstal­tun­gen, zum Beispiel „Mit­teilun­gen aus dem Archiv zur Geschichte der Psy­cho­analyse”, wer­den je nach Ange­bot ins Pro­gramm aufgenommen.

Aus Anlass des 20. Sym­po­sions 2007 hat Ger­hard Ficht­ner die Pro­gramme der bish­eri­gen Sym­posien zusam­mengestellt. Seine Doku­men­ta­tion, ergänzt um die Sym­posien 21 und 22, ist von dieser Seite aus zugänglich. Ab dem 23. Sym­po­sion wird eine neue, fort­laufende Doku­men­ta­tion vorgelegt. Außer­dem kön­nen auf dieser Seite der Call for Papers und das Pro­gramm (mit Anmelde­for­mu­lar) des jew­eils bevorste­hen­den Sym­po­sions abgerufen werden.

In der Ple­narver­samm­lung des 25. Sym­po­sions wurde beschlossen, dass sich das Sym­po­sion zum Gedenken an Ger­hard Ficht­ner, der am 4. Jan­u­ar 2012 ver­stor­ben ist (siehe den Nachruf in LUZIFER-AMOR, Heft 49), an der Ein­rich­tung eines Ger­hard-Ficht­ner-Stipendi­ums für Forschun­gen zur Geschichte der Psy­cho­analyse beteiligt, das auf Anre­gung von Ludger M. Her­manns, dem Vor­sitzen­den des Vere­ins Archiv zur Geschichte der Psy­cho­analyse, ins Leben gerufen wurde.

https://psychoanalyseausbildung.de/index.php/veranstaltungen/oeffentliche-veranstaltungen/g‑6-b0or0qkm1il61l0sng87dhtk94_20230303

Kon­takt:

Ludger M. Her­manns: LM.Hermanns@t‑online.de
Rain­er Her­rn: rainer.herrn@charite.de
Andrea Hup­p­ke: a.huppke@web.de
Tagungs­büro (Sabine Selle): sym­po­sion-psy­cho@charite.de

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Mar 20 – Mar 21, 2023

Nuclear Research in Medicine after the Second World War

Con­fer­ence

Con­fer­ence at the Med­ical Uni­ver­si­ty of Vien­na and the Aus­tri­an Acad­e­my of Sci­ences in Vienna

We seek pro­pos­als for a con­fer­ence on the his­to­ry of nuclear research in med­i­cine. The con­fer­ence will be held at the Med­ical Uni­ver­si­ty of Vien­na and the Aus­tri­an Acad­e­my of Sci­ences in Vien­na from the 20th to 21st of March 2023. Dead­line for sub­mis­sions is the 15th of Novem­ber 2022.

https://www.stgs.fau.de/2022/09/20/nuclear-research-in-medicine-after-the-second-world-war/

Nuclear research in med­i­cine relies on a high degree of inter­ac­tion. While the pro­duc­tion of radioiso­topes and the devel­op­ment of med­ical devices are car­ried out by physi­cists and engi­neers, chemists and phar­ma­cists take over the syn­the­ses of radio­phar­ma­ceu­ti­cals, while physi­cians focus on their appli­ca­tion. In the absence of hand­books, indus­tri­al­ly avail­able devices, and radioiso­topes, ear­ly spe­cial­ists were also depen­dent on mul­ti­lat­er­al exchanges. These were fos­tered by post-war agree­ments for the peace­ful use of atom­ic ener­gy and inter­na­tion­al orga­ni­za­tions such as the IAEA and WHO. Thus, the for­ma­tion of nuclear med­i­cine as dis­ci­pline was the result of a glob­al bal­anc­ing and stan­dard­iza­tion process dur­ing the Cold War era. Its ori­gins are traced in the first broad clin­i­cal appli­ca­tions of radioiso­topes pri­mar­i­ly in the Unit­ed States and the Unit­ed King­dom just before the Sec­ond World War and con­tin­ued with the world­wide dis­sem­i­na­tion of rel­e­vant knowl­edge and tech­niques that were main­ly trig­gered by the Unit­ed Nations inter­na­tion­al orga­ni­za­tions. Nev­er­the­less, in many coun­tries, nuclear med­i­cine did not get rec­og­nized as a med­ical spe­cial­ty with sep­a­rate res­i­den­cy train­ing until the 1990s.

This sym­po­sium focus­es on the emer­gence of nuclear med­i­cine as an out­come of sci­en­tif­ic col­lab­o­ra­tion and com­pe­ti­tion, bound­ary and inter­dis­ci­pli­nary work, and encoun­ters between var­i­ous (inter)national stake­hold­ers, as well as polit­i­cal, diplo­mat­ic, and sci­en­tif­ic insti­tu­tions. We wel­come con­tri­bu­tions that address the sci­en­tif­ic, polit­i­cal, diplo­mat­ic, and social dimen­sions of these inter­ac­tions, the knowl­edge, resources, and poli­cies involved.

Poten­tial top­ics include:

- Transna­tion­al coop­er­a­tion and com­pe­ti­tion among researchers, clin­i­cal prac­ti­tion­ers, insti­tu­tions and disciplines
– Shar­ing of nuclear med­i­cine knowl­edge, meth­ods, mate­ri­als, and spaces with­in Europe and around the globe
– Devel­op­ment of stan­dards, rules, man­u­als, and measuring/imaging devices
– Polit­i­cal, social, and gen­dered aspects of sci­en­tif­ic inter­ac­tion, licens­ing, and reg­u­la­to­ry gov­er­nance of the field
– Safe­ty, secu­ri­ty, and dis­pos­al of radioac­tive waste pro­duced by nuclear med­ical practices
– Hier­ar­chies and net­works of exchange

Venue
We are plan­ning this sym­po­sium to be an in-per­son event, con­sist­ing of a wel­come recep­tion at the Med­ical Uni­ver­si­ty of Vien­na on the evening of March 20 and lec­tures on the premis­es of the Aus­tri­an Acad­e­my of Sci­ences on March 21. The sym­po­sium will take place in Eng­lish and is free of charge.

Abstract sub­mis­sion
To apply, please send an abstract (no longer than 250 words), a brief bio, and con­tact infor­ma­tion (all in one word file) to Johannes Mattes, johannes.mattes@oeaw.ac.at, by 15 Novem­ber 2022. We will let you know about our deci­sion by mid-Decem­ber. Part of our plan is to pub­lish a col­lec­tive peer-reviewed spe­cial jour­nal issue based on the final sub­mis­sions of the participants.

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Mar 23 – Mar 24, 2023

Feldforschung in der Medizin: Mehrwert und Herausforderungen ethnografischer Zugänge zu Gesundheit

Con­fer­ence

Tagung an der Uni­ver­sität Augsburg

Call for Papers (Dead­line: 1. Dezem­ber 2022)

Wie frag­il sich Feldzugänge für Gesundheitsforscher*innen häu­fig gestal­ten, hat die Covid-19-Pan­demie auch und ger­ade im Hin­blick auf ethno­grafis­che Forschung in medi­zinis­chen Set­tings gezeigt. Doch nicht nur Lock­downs und ver­schärfte Besucher*innenregelungen kön­nen Feld­forschung in der Medi­zin bee­in­flussen, erschw­eren oder unter Umstän­den sog­ar verun­möglichen. Medi­zinis­che Insti­tu­tio­nen erweisen sich häu­fig als stark regle­men­tierte Orte, die nicht unbe­d­ingt ein­fach ethno­grafisch zu erforschen sind. Dies zeigt sich beispiel­sweise an aus­geprägten (Wissens-)Hierarchien, spez­i­fis­chen Hygien­evorschriften oder regulierten(Fach-)Kompetenzen, die eine wirk­lich teil­nehmende Beobach­tung beein­trächti­gen kön­nen. Zudem kom­men Ethikkom­mis­sio­nen und beson­ders strenge Daten­schutzregelun­gen zum Schutz vul­ner­a­bler Grup­pen eine beson­dere Rolle im Gesund­heitssek­tor zu, wodurch die Feld­forschung sich hier möglicher­weise anders gestal­tet als in anderen Kon­tex­ten. Neben diesen feld­spez­i­fis­chen Hür­den wer­den auch immer wieder »klas­sis­che« Prob­leme und Grund­satzfra­gen ethno­grafis­ch­er Forschung evi­dent: Wann und wie steige ich am besten
in mein Feld ein – und wieder aus? Welchen Logiken fol­gt mein Feld – und wem folge ich? Und welche Rolle(n) kann, darf und will ich in welchem Set­ting ein­nehmen? Ethno­grafis­che Zugänge zu Gesund­heit sind in diversen Diszi­plinen von großer Beliebtheit, kön­nen aber auch beson­ders her­aus­fordernd sein. Diese Tagung möchte ins­beson­dere Wissenschaftler*innen in der »frühen Phase« ihrer Kar­riere zum Aus­tausch über ihre Erfahrun­gen als Forschende im Gesund­heitswe­sen ermuti­gen. Wir möcht­en Raum bieten für das Sprechen über das Scheit­ern, über Umge­hungs- und Lösungsstrate­gien, über Mod­i­fika­tio­nen. Wir inter­essieren uns für Eure Geschicht­en aus der Prax­is, über Euer Kopfzer­brechen am Schreibtisch, für Eure Reflex­io­nen über Eure Rolle im Feld. Das über­ge­ord­nete Ziel dieser Tagung ist es, Forscher*innen aus diversen Diszi­plinen, die sich mit den gesellschaftlichen Aspek­ten von Krankheit und Gesund­heit befassen, zusam­men­zubrin­gen, um über ihre Forschung in ver­schiede­nen medi­zinis­chen Feldern und über unter­schiedlich­ste Akteur*innen sowie Beruf­s­grup­pen im Gesund­heitssys­tem gemein­sam (method­ol­o­gisch) zu diskutieren.

Von Inter­esse kön­nten fol­gende Fra­gen sein:
Was bedeutet es, Insider*in/Outsider*in zu sein im Kon­text medi­zinis­ch­er Forschung?
Wie wichtig ist eigenes Erfahrungswis­sen, z.B. im Gespräch mit Patient*innen?
Welche Umgangsweisen helfen bei der Dis­tanzierung (und Befrem­dung) im Feld, und wie geht man mit möglichen eige­nen (medizinischen/pflegerischen) Fachkom­pe­ten­zen um?
Inwiefern unter­schei­den sich der Lai*innen- und Expert*innen-Status im Hin­blick auf Krankheit/Gesundheit im Ver­gle­ich zu anderen Feldern?
Welche autoethno­grafis­chen Per­spek­tiv­en brin­gen wir als (pri­vate) Mit­glieder des Gesund­heitssys­tems mit – und ein?
Wie kön­nen ethno­grafis­che Zugänge zu einem ver­tieften Ver­ständ­nis der zunehmenden Dig­i­tal­isierung, Tech­nol­o­gisierung und Per­son­al­isierung des Gesund­heitssys­tems beitragen?
Welche Rolle spie­len Materialität(en) und Körperlichkeit(en)?
Wie sind sie zu begreifen und zu gewicht­en in einem Feld, in dem der Kör­p­er häu­fig als Dreh- und Angelpunkt fungiert?

Ger­ahmt wird der Aus­tausch durch Keynotes von Prof. Dr. Mile­na Bis­ter (HU Berlin) und Prof. Dr. Cor­nelius Schu­bert (TU Dort­mund). In Euren Vorträ­gen soll es allerd­ings weniger um das große Ganze gehen. Um den Mehrw­ert, aber auch die Her­aus­forderun­gen ethno­grafis­ch­er Feld­forschung im Gesund­heitswe­sen exem­plar­isch darzustellen, wür­den wir Euch bit­ten, Eure Beiträge eher inputo­ri­en­tiert zu konzip­ieren und einen Prob­le­maufriss zu skizzieren oder eine  Lösungsstrate­gie nachzuze­ich­nen; der Schw­er­punkt soll primär auf der gemein­samen Diskus­sion liegen.
Bitte schickt Euer Abstract (ca. 350 Wörter) bis zum 1. Dezem­ber 2022 an Ann Kristin Augst (ann.kristin.augst@uni‑a.de) und Bian­ca Jan­sky (bianca.jansky@uni‑a.de).

Eine Rück­mel­dung von uns erhal­tet Ihr spätestens Anfang Jan­u­ar 2023.

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Apr 27 – Apr 30, 2023

Ecologies of Mind

Con­fer­ence

Bien­ni­al Meet­ing of the Soci­ety of Psy­cho­log­i­cal Anthro­pol­o­gy at the Uni­ver­si­ty of San Diego, CA

Please find the fol­low­ing CFP for the upcom­ing SPA Bien­ni­al Meeting.

SPA Bien­ni­al Meeting
https://www.sandiego.edu/scheduling/venues/kroc-facilities/rooms.php
Uni­ver­si­ty of San Diego
San Diego, CA; April 27–30, 2023

Call for Papers: Ecolo­gies of Mind

Psy­cho­log­i­cal anthro­pol­o­gy is root­ed in recog­ni­tion of the social con­sti­tu­tion of mind, self and per­son. Gre­go­ry Bateson’s con­cept of an ecol­o­gy of mind point­ed to ways of think­ing about mind as sit­u­at­ed in both inter­per­son­al and larg­er social sys­tems. This eco­log­i­cal per­spec­tive pro­vides a shared geneal­o­gy and bridge between the con­cerns of psy­cho­log­i­cal anthro­pol­o­gy and con­tem­po­rary approach­es in cog­ni­tive sci­ence, which see human expe­ri­ence as emerg­ing from embod­ied, enact­ed, embed­ded and extend­ed social processes.

The recog­ni­tion that human psy­chol­o­gy has its own ecol­o­gy and dynam­ics that depend on local nich­es and net­works as well as on wider social sys­tems is urgent­ly need­ed to help us address the most press­ing chal­lenges of our time: cli­mate change and eco­cide; sys­temic racism and struc­tur­al vio­lence; social polar­iza­tion and the ero­sion of trust in civ­il soci­ety and demo­c­ra­t­ic insti­tu­tions; and the col­o­niza­tion of imag­i­na­tion and epis­temic chaos cre­at­ed by com­mer­cial and polit­i­cal manip­u­la­tion of social media.

This meet­ing will explore ecolo­gies of mind in diverse domains and at mul­ti­ple scales from local com­mu­ni­ties to plan­e­tary net­works, from embod­ied real­i­ties to vir­tu­al worlds. We invite papers and pre­sen­ta­tions that engage with the endur­ing ques­tions of psy­cho­log­i­cal anthro­pol­o­gy and cur­rent social, polit­i­cal, and exis­ten­tial predica­ments. We espe­cial­ly encour­age inter­dis­ci­pli­nary work that bridges anthro­pol­o­gy, psy­chol­o­gy, psy­chi­a­try, and allied dis­ci­plines to explore the dynam­ics of healthy and patho­log­i­cal ecolo­gies of mind.

The 2023 SPA meet­ing will include a joint con­fer­ence day with the Soci­ety for the Study of Psy­chi­a­try and Cul­ture (SSPC), an inter­dis­ci­pli­nary group devot­ed to clin­i­cal issues in cul­ture and men­tal health. Long await­ed by both soci­eties, this day of over­lap is aimed at fos­ter­ing cross-dis­ci­pline engage­ment. This joint day will allow SPA mem­bers, researchers, and prac­ti­tion­ers to dis­cuss cross-cut­ting inter­ests and the under­pin­nings and con­se­quences of social expe­ri­ence for men­tal health, psy­chi­atric dis­or­ders, and heal­ing. The over­all theme of the SSPC meet­ing will be “Prac­tices that Harm/Practices that Heal.” For the joint day, we are espe­cial­ly inter­est­ed in show­cas­ing work in psy­cho­log­i­cal anthro­pol­o­gy and cul­tur­al psy­chi­a­try that address­es issues of heal­ing and transformation.

Reg­is­tra­tion:
The reg­is­tra­tion por­tal will go live in the next cou­ple of weeks. Please watch for the announcement!

Abstract Sub­mis­sion:
The Abstract Sub­mis­sion por­tal will open in ear­ly Jan­u­ary and close in late Jan­u­ary. Please watch for that announce­ment as well. **In light of the rel­a­tive­ly short win­dow for sub­mis­sions, we rec­om­mend prepar­ing your abstracts in advance!**

Rebec­ca Selig­man, PhD
Asso­ciate Chair, Depart­ment of Anthropology
Asso­ciate Pro­fes­sor, Anthro­pol­o­gy and Glob­al Health
Fac­ul­ty Fel­low, Insti­tute for Pol­i­cy Research
North­west­ern University
https://www.anthropology.northwestern.edu/people/faculty/seligman.html
Book: https://www.palgrave.com/gp/book/9781137409591
With respect and grat­i­tude I acknowl­edge that I live and work on the lands of the 3 Fires–Ojibwe, Odawa, and Potawatomi.

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Apr 27 – Apr 30, 2023

In the Frictions. Fragments of Care, Health, and Wellbeing in the Balkans

Con­fer­ence

Con­fer­ence at the Uni­ver­si­ty of Zadar, Croa­t­ia orga­nized by the Depart­ment of Eth­nol­o­gy and Anthro­pol­o­gy, Uni­ver­si­ty of Zadar, Croa­t­ia and the Insti­tute for Phi­los­o­phy and Social The­o­ry, Uni­ver­si­ty of Bel­grade, Serbia

Care has been broad­ly defined as “every­thing that we do to main­tain, con­tin­ue, and repair our ‚world’ so that we can live in it as well as pos­si­ble” (Fish­er and Tron­to 1991, p. 40). Com­plex rela­tions of care sus­tain our lives and are nec­es­sary not only for the sur­vival of humans and non­hu­mans alike, but also for their flour­ish­ing. Struc­tured through var­i­ous mech­a­nisms and insti­tu­tions, from kin­ships to states, care pro­duces var­i­ous forms of inti­ma­cy and relatedness.

In the wake of the Covid 19 pan­dem­ic, there has been a resur­gence of inter­est in care, health, and well­be­ing across var­i­ous dis­ci­plines. We are inter­est­ed in how anthro­pol­o­gy has respond­ed to the urgent changes in the field of care and in iden­ti­fy­ing the after­math of Covid-19 and post-Covid-19 real­i­ties in the Balkans.

We rec­og­nize, how­ev­er, that the pan­dem­ic has been only one of the most recent dis­rup­tions in rela­tions of care and acknowl­edge that the real-world pro­grams of neolib­er­al restruc­tur­ing are not lin­ear paths that con­verge but are forged in fric­tions of sit­u­at­ed encoun­ters with ear­li­er social and cul­tur­al land­scapes. While the term „Balka­ns” is fraught with ambiva­lent mean­ings and asso­ci­a­tions, this con­fer­ence aims to move away from Balka­nism (Todor­o­va, 2009) and dichoto­mous frame­works to rethink the Balka­ns as a site of knowl­edge pro­duc­tion that has more to offer than just “catch­ing up” with the West. What the­o­ret­i­cal and method­olog­i­cal issues do anthro­pol­o­gists face in their research in the Balka­ns? How do peo­ple in the Balka­ns relate to one anoth­er with­in car­ing rela­tion­ships them­selves? What does care look like in prac­tice and what does it entail? How are car­ing rela­tion­ships shaped and changed? How do these expe­ri­ences and rela­tion­ships inform or chal­lenge broad­er the­o­ret­i­cal concerns?

We see this con­fer­ence as a step towards build­ing a net­work of anthro­pol­o­gists work­ing on the issues of care in SEE. Pos­si­ble top­ics include but are not lim­it­ed to:

Struc­tur­al vio­lence and care;

Gen­der­ing care;

Racial­iz­ing care;

Sol­i­dar­i­ty and care;

Nar­ra­tives of (health)care;

Spir­i­tu­al­i­ty and care;

Pub­lic and pri­vate health/care;

Human­i­tar­i­an­ism and care;

Care and the commons;

Ecol­o­gy, ecofem­i­nist care;

Care and social class

Care and mobility

Care and the economy

Care and the state

We invite sub­mis­sions for pre­sen­ta­tions of up to 15 min­utes. Please send pro­pos­als of no more than 300 words and a brief bio­graph­i­cal note (100 words) tointhefrictions@gmail.com by Octo­ber 15th, 2022. All appli­cants will be noti­fied of their sub­mis­sion sta­tus with­in four weeks of the appli­ca­tion deadline.

Appli­ca­tions should be sent in a sin­gle Word doc­u­ment. The file name should include the author’s name. The appli­ca­tion should include:

* an abstract (max. 300 words)

* a short bio­graph­i­cal note includ­ing your insti­tu­tion­al affil­i­a­tion, con­tact infor­ma­tion, and major pub­li­ca­tions (100 words)

The con­fer­ence will be held at the Uni­ver­si­ty of Zadar, Croa­t­ia between the 27and30 April 2023.

For addi­tion­al infor­ma­tion, please con­tact Jele­na Kup­s­jak at jelena.kupsjak@gmail.com or Ljil­jana Pan­tović at ljiljana.pantovic@gmail.com.

 

Con­fer­ence fees (which will cov­er a con­fer­ence pack­age, cof­fee breaks and a wel­come recep­tion) are:

70 Euros for post-doc­tor­ate schol­ars who are attached to insti­tu­tions out­side of the Balkans

60 Euros for post-doc­tor­ate schol­ars who are attached to insti­tu­tions in the Balkans

50 Euros for PhD stu­dents who are attached to insti­tu­tions out­side of Balkans

40 Euros for PhD stu­dents who are attached to insti­tu­tions from the Balkans

 

*We have applied for fund­ing to cov­er expens­es of trav­el and accom­mo­da­tion for young schol­ars par­tic­i­pat­ing in the con­fer­ence. Should we receive the fund­ing these par­tic­i­pants will be able to apply for a trav­el and accom­mo­da­tion grant.

**Deci­sions about trav­el grant allo­ca­tion will be made based on self-report­ed insti­tu­tion­al sta­tus and income. Upon selec­tion of par­tic­i­pants, we will issue an instruc­tion on how to apply for the grant.

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May 23 – May 24, 2023

Global fat resources: Connecting themes, approaches and narratives, ca. 1850–2022

Con­fer­ence

Con­fer­ence at the Uni­ver­si­ty of Bergen

Dead­line for pro­pos­als: 8 Jan­u­ary 2023

Glob­al resources have become a hot top­ic in many his­tor­i­cal dis­ci­plines. Soci­eties and economies around the globe have become increas­ing­ly depen­dent on the import and export of ener­gy resources, met­als, agri­cul­tur­al prod­ucts and oth­er com­modi­ties. The exploita­tion of glob­al resources cre­at­ed wealth, trig­gered inno­va­tion and, on the oth­er, side led to tremen­dous social and envi­ron­men­tal costs. In addi­tion, resource exploita­tion and trade meant new depen­den­cies and vul­ner­a­bil­i­ties across the globe, increas­ing com­pe­ti­tion for glob­al resources and volatile com­mod­i­ty prices. Glob­al resources rep­re­sent a sub­ject con­nect­ing major soci­etal chal­lenges such as resource secu­ri­ty, glob­al jus­tice and envi­ron­men­tal and cli­mate change.

This work­shop aims at facil­i­tat­ing and build­ing con­nec­tions between dif­fer­ent his­tor­i­cal themes, approach­es, nar­ra­tives and dis­ci­plines in the inves­ti­ga­tion of glob­al resources since the mid-19th cen­tu­ry until today, with a par­tic­u­lar focus on fat resources. Build­ing con­nec­tions com­pris­es the chal­lenge of con­nect­ing themes and sub­jects such as spaces in the Glob­al South and in the Glob­al North, pow­er rela­tions across large dis­tances, colo­nial vio­lence and indige­nous agency, resource exploita­tion and social and envi­ron­men­tal trans­for­ma­tion, resource secu­ri­ty and sus­tain­abil­i­ty, etc. Such the­mat­ic con­nec­tions suf­fer from enor­mous imbal­ances and bias, e.g. through the over­whelm­ing pre­dom­i­nance of his­to­ri­ans and sources from the Glob­al North and the chal­leng­ing dearth of indige­nous and envi­ron­men­tal sources and perspectives.

Build­ing con­nec­tions like­wise means cross­ing dis­ci­pli­nary bound­aries and link­ing con­cepts and approach­es for the inves­ti­ga­tion of glob­al resources that have been devel­oped in his­tor­i­cal dis­ci­plines such as glob­al his­to­ry, envi­ron­men­tal his­to­ry, colo­nial his­to­ry, com­mod­i­ty his­to­ry, his­to­ry of sci­ence and tech­nol­o­gy and eco­nom­ic his­to­ry. The work­shop encour­ages dis­cus­sion, which (dif­fer­ent) ques­tions researchers ask, which con­cepts and approach­es they use, which lit­er­a­tures and sources they con­sid­er, which inter­pre­ta­tions and nar­ra­tives they con­struct and with which prob­lems they strug­gle. It is a major goal to fer­til­ize con­nec­tions and future cross-dis­ci­pli­nary research per­spec­tives and approach­es for the devel­op­ment of future research projects on glob­al resources.

Glob­al fat com­pris­es all kinds of edi­ble fat and (non-fos­sil) oil resources rang­ing from oil seeds such as soy­beans, palm fruits, coconuts and oth­ers to var­i­ous types of ani­mal fats rang­ing from whale oil to cat­tle feed oils. Indus­tries in the Glob­al North became depen­dent on fat resources from the Glob­al South dur­ing the late 19th and 20th cen­turies. While colo­nial ven­tures, trade impe­ri­al­ism and the accel­er­at­ing glob­al­iza­tion of post­colo­nial fat trade gen­er­at­ed tremen­dous prof­its pri­mar­i­ly in the Glob­al North, it made trop­i­cal coun­tries fate­ful­ly depen­dent on the exploita­tion of their nat­ur­al resources and became a dri­ving force of accel­er­at­ing defor­esta­tion and social and envi­ron­men­tal dis­rup­tion and change.

We invite pro­pos­als on glob­al resource con­nec­tions, par­tic­u­lar­ly on glob­al fat, includ­ing a short abstract (ca. 300 words) and a one page CV until 8 Jan­u­ary 2023. Please send your pro­pos­al to the fol­low­ing address: matthias.heymann@css.au.dk. The work­shop is open to all researchers of rel­e­vant dis­ci­plines. Trav­el sup­port will be avail­able for par­tic­i­pants with­out own fund­ing. If you need trav­el sup­port, please note so on your pro­pos­al and give an approx­i­mate esti­mate of the expect­ed trav­el expens­es. This work­shop is part of the Ten­sions of Europe Research Group Tech­nol­o­gy, Envi­ron­ment and Resources, fund­ed by the research net­work “Chal­leng­ing Europe: Tech­nol­o­gy, Envi­ron­ment and the Quest for Resource Secu­ri­ty” (Eur­ReS) and will be orga­nized by Ines Predöhl and Ele­na Kochetko­va (Uni­ver­si­ty of Bergen) and Matthias Hey­mann (Aarhus University).

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Matthias Hey­mann

Cen­tre for Sci­ence Studies

Aarhus Uni­ver­si­ty

Ny Munkegade 118, Build­ing 1530

8000 Aarhus C

Den­mark

Phone: +45 87155646

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Jun 7 – Jun 9, 2023

Psychology and Anthropology in a Changing World

Con­fer­ence

Hybrid Con­fer­ence of the Euro­pean Net­work for Psy­cho­log­i­cal Anthro­pol­o­gy at the Uni­ver­si­ty of Oslo

The con­fer­ence is meant as an inclu­sive forum for schol­ars from a wide range of dis­ci­pli­nary and the­mat­ic ori­en­ta­tions. Crit­i­cal per­spec­tives on the con­cepts of main­stream psy­chol­o­gy are encour­aged; pro­duc­tive engage­ments across the dis­ci­pli­nary bound­aries of anthro­pol­o­gy and cog­ni­tive sci­ence, psy­chi­a­try, phi­los­o­phy, evo­lu­tion­ary biol­o­gy, and oth­ers will also be welcome.

The con­fer­ence will be pre­ced­ed by the Writ­ing Work­shop for Grad­u­ate Stu­dents and Ear­ly Career Schol­ars. The orga­niz­ers will be able to offer sev­er­al needs-based trav­el sup­port stipends to stu­dents and ear­ly career schol­ars cov­er­ing the extra night of the pre-conference.

Fur­ther infor­ma­tion and updates can be found at: https://enpanthro.net/enpa2023- conference/. If you have any fur­ther ques­tions regard­ing the con­fer­ence and the work­shop, please do not hes­i­tate to con­tact the orga­niz­ers at conference@enpanthro.net

 

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Jun 9 – Jun 10, 2023

Beyond Binaries: Gender, Sexuality and Medicine in Post-War Europe

Con­fer­ence

A con­fer­ence orga­nized by the Cen­tre for the Study of Health, Ethics and Soci­ety, Uni­ver­si­ty of Ham­burg at the War­burg-Haus, Hamburg

Sub­mis­sion Dead­line: 6th March 2023

How can gen­der and sex­u­al­i­ty – broad­ly con­ceived both method­olog­i­cal­ly and the­mat­i­cal­ly – help to inform his­tor­i­cal under­stand­ing of the role of med­i­cine in post-war Europe? This con­fer­ence will bring togeth­er schol­ars work­ing in dif­fer­ent dis­ci­plines to exam­ine how the­o­ret­i­cal approach­es incor­po­rat­ing gen­der and sex­u­al­i­ty can shed light on med­ical ethics, sci­en­tif­ic prac­tices, and pol­i­cy­mak­ing asso­ci­at­ed with health across the ide­o­log­i­cal divide. How can his­to­ries of gen­der and sex­u­al­i­ty illu­mi­nate indi­vid­ual med­ical expe­ri­ences and the com­plex rela­tions between patients, doc­tors, pol­i­cy­mak­ers, phar­ma­ceu­ti­cal com­pa­nies, and med­ical ethi­cists dur­ing the Cold War period?

We are par­tic­u­lar­ly inter­est­ed in papers which exam­ine gen­der, sex­u­al­i­ty, and med­i­cine in Cen­tral and East­ern Europe in order to gain greater insight into how med­i­cine was imag­ined, man­aged, sold and expe­ri­enced across Europe. Explor­ing gen­der and sex­u­al­i­ty in the con­text of post-war med­i­cine can help us to dis­cern poten­tial sim­i­lar­i­ties in med­ical prac­tices, poli­cies, and expe­ri­ences across Europe, which moves beyond the secu­ri­ty con­text and ide­o­log­i­cal dif­fer­ences of the Cold War to high­light the exchange of sci­en­tif­ic ideas across the “Iron Cur­tain”. Exam­in­ing gen­der, sex­u­al­i­ty and med­i­cine in the post-war peri­od can bring about a new schol­ar­ly per­spec­tive on Europe as a con­ti­nent that was to some extent unit­ed by shared expe­ri­ences, poli­cies, and beliefs.

Please send a 250-word abstract and title, togeth­er with your insti­tu­tion­al affil­i­a­tion and a brief bio, to Dr Kate Dock­ing and Dr David Peace by 6 March 2023. Accom­mo­da­tion and meals for accept­ed speak­ers will be pro­vid­ed by the con­fer­ence organ­is­ers. The con­fer­ence pro­ceed­ings will be pub­lished in an edit­ed volume.

Sub­jects of papers might include, but are cer­tain­ly not lim­it­ed to:
– Repro­duc­tion: abor­tion, con­tra­cep­tion, repro­duc­tive rights, sexology
– Pro­phy­lax­is: vac­ci­na­tion, health­care campaigns
– Clin­i­cal tri­als and human experimentation
– Med­ical expe­ri­ences of trans‑, non-bina­ry, and queer persons
– Con­cepts of nor­mal­i­ty, enhance­ment, dis­abil­i­ty, and pathology
– Gen­dered natures and impli­ca­tions of eth­i­cal codes
– Gen­der inequal­i­ties in access to med­ical care and health responsibilities
– Rep­re­sen­ta­tions of gen­der and sex­u­al­i­ty in media and the arts
– Forms of protest and resis­tance: patients, pro­fes­sion­al groups
– Role of data sci­ence and genet­ics in tar­get­ed medicine
– Psy-dis­ci­plines: psy­chol­o­gy, psy­chi­a­try, psy­chodra­ma, psy­cho­analy­sis etc
– The­o­ret­i­cal reflec­tions on the writ­ing of gen­der and sexuality

Kon­takt

kate.docking@uni-hamburg.de

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Jun 23 – Jun 25, 2023

Psychoanalyse und Körper: Berührung

Con­fer­ence

13. Wiener Sym­po­sium »Psy­cho­analyse und Kör­p­er« an der Sig­mund-Freud-Pri­vatu­ni­ver­sität in Wien

Das The­ma Berührung ist wohl eines der strit­tig­sten im Span­nungs­feld von Psy­cho­analyse und Kör­perpsy­chother­a­pie. In der als ›Redekur‹ konzip­ierten psy­cho­an­a­lytis­chen Behand­lung ereignet sich kör­per­liche Berührung in der Regel nur im kon­ven­tionellen Kon­text von Begrüßung und Ver­ab­schiedung. Berührung fig­uri­ert hier in ein­er all­ge­meineren Bedeu­tung, etwa im Sinne der emo­tionalen oder gestisch-mimetis­chen, leib­lichen Ein­wirkung aufeinan­der. Im Gegen­satz dazu teilen Kör­perpsy­chother­a­peuten mehrheitlich die Mei­n­ung, konkrete kör­per­liche Berührung sei ein wesentlich­er Bestandteil ein­er ther­a­peutis­chen Zugangsweise, die das kör­per­liche Geschehen inner­halb der Psy­chother­a­pie wirk­lich ernst nimmt. Sie sprechen von »heil­samen Berührun­gen« (Gün­ter Heisterkamp).

Die Unter­schiedlichkeit der Per­spek­tiv­en hat eine lange Tra­di­tion und beste­ht seit Freud. Sie hat jedoch an Aktu­al­ität nichts einge­büßt. So schreibt der dur­chaus kör­per­be­zo­gen denk­ende Psy­cho­an­a­lytik­er Sebas­t­ian Leik­ert, mehrfach Vor­tra­gen­der am Wiener Sym­po­sium »Psy­cho­analyse und Kör­p­er«, in seinem 2022 erschiene­nen Buch »Das kör­per­liche Unbe­wusste in der psy­cho­an­a­lytis­chen Behand­lung­stech­nik«: »Die fak­tis­che tak­tile Berührung ist verzicht­bar, denn die Stimme der Ana­lytik­erin oder des Ana­lytik­ers berührt das Kör­perselb­st, die gemein­same Aufmerk­samkeit berührt das Leib­liche, das res­o­nante Spüren der leib­lichen Gegenüber­tra­gung hat eine Wirkung auf das Kör­perselb­st der Analysandin oder des Analysanden. Absti­nenz ist in der Arbeit mit leib­lichen Kon­stel­la­tio­nen zen­tral, weil hier Ver­let­zlichkeit und Gefahr der Retrau­ma­tisierung beson­ders groß sind« (S. 14).

Unschw­er ist zu erken­nen, wie weit die Posi­tio­nen auseinan­der­liegen. Während sich all­ge­mein in den Behand­lungs­the­o­rien so manche Übere­in­stim­mungen find­en, zeigen sich an dieser Stelle in der Konzep­tion der ther­a­peutis­chen Sit­u­a­tion und des ther­a­peutis­chen Rah­mens Span­nungslin­ien und Kon­tro­ver­sen, die ger­ade in ihrer Grund­sät­zlichkeit nach einem interkol­le­gialen Diskurs suchen. Wie ste­ht es also um die Bedeut­samkeit konkreter kör­per­lich­er Berührung bzw. des Verzicht­es darauf? Und wie wären in diesem Kon­text z.B. Ergeb­nisse der Säuglings- und Bindungs­forschung in Betra­cht zu ziehen?

Auf der Tagung wer­den wir dieses Span­nungs­feld aus vor­wiegend klin­is­ch­er Per­spek­tive beleucht­en. Sechs Ref­er­entin­nen und Ref­er­enten wer­den aus ihrer jew­eili­gen ther­a­peutis­chen Zugangsweise her­aus eine Pati­entin / einen Patien­ten vorstellen, zen­tri­ert um die Frage, wie jew­eils ther­a­peutis­che Verän­derung möglich war, wie also die Pati­entin / der Patient in seinem Inner­sten berührt wer­den konnte.

Der interkol­le­gialen Diskus­sion wird auf dieser Tagung bre­it­er Raum gegeben. Prax­is­be­zo­gene Work­shops ergänzen das Angebot.

Ter­min
23. bis 25. Juni 2023

Ver­anstal­tung­sort
Sigmund-Freud-Privatuniversität
Freud­platz 1
A‑1020 Wien

Anmel­dung und Infor­ma­tion per Peter Geißler peter@geissler-info.at oder 0043–699-11874690 oder über die Tagung­shome­page www.psychoanalyseundkoerper.at

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Past conferences

2023

Jan 27 - Jan 28, 2023

Wahn.Sinn

Conference

Tagung des Arbeitskreises für Literatur und Psychoanalyse im Bürgerhaus am Seepark in Freiburg

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2022

Dec 19 , 2022

Der nackte Körper in Kunst und Medizin

Conference

Ein Symposium der Josephinums-Reihe "Im Dialog: Kunst und Medizin" am Medizinhistorisches Museum Wien

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Oct 24 - Oct 28, 2022

Women. Between (in)visible dis-ease and (im)possible well-being

Conference

International Virtual Conference on Female Reproductive Health organized by the AFIN Research Group at the Autonomous University of Barcelona

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Oct 24 - Oct 28, 2022

Women: Between (in)visible dis-ease and (im)possible well-being 

Conference

I AFIN International Virtual Conference on Female Reproductive Health: Women: Between (in)visible dis-ease and (im)possible well-being, organized by the AFIN Research Group of the Autonomous University of Barcelona

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Oct 14 - Oct 15, 2022

Aging in the Pandemic Era

Conference

International Conference at the Department of Social Anthropology and History, University of the Aegean, Greece.

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