Veranstaltung

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36. Symposion zur Geschichte der Psychoanalyse

Datum
03. März – 05. März 2023 

Das Sym­po­sion zur Geschichte der Psy­cho­analyse find­et jährlich Ende Februar/Anfang März statt.


Das Sym­po­sion zur Geschichte der Psy­cho­analyse find­et jährlich Ende Februar/Anfang März statt. Gegrün­det 1987 in Kas­sel von Hel­mut Junker und Ger­hard Wit­ten­berg­er, wurde es ab 1996 von Ger­hard Ficht­ner und Albrecht Hirschmüller am Insti­tut für Geschichte der Medi­zin in Tübin­gen fort­ge­führt. Als die bei­den Tübinger Organ­isatoren 2010 ihre Funk­tion auf­gaben, wurde das Sym­po­sion nach Berlin ver­legt, wo es bis 2020 von Michael Schröter (Berlin), Thomas Aich­horn (Wien) und (seit 2017) Rain­er Her­rn (Berlin) unter Träger­schaft des INSTITUTS FÜR GESCHICHTE DER MEDIZIN an der Char­ité (Direk­tor: Volk­er Hess) organ­isiert wurde. Sekre­tariell wird es seit 2011 von Sabine Selle (Char­ité) betreut. Eben­falls seit 2011 zeich­net LUZIFER-AMOR formell als Mit-Ver­anstal­ter. Der Tagung­sort war bis 2019 auf dem Char­ité-Gelände in Berlin-Mitte. 2020 wurde das Sym­po­sion erst­mals in den Räu­men der  Inter­na­tion­al Psy­cho­an­a­lyt­ic Uni­ver­si­ty (IPU) abge­hal­ten. Ab 2021 liegt die Organ­i­sa­tion in den Hän­den von Ludger M. Her­manns, Rain­er Her­rn und Andrea Hup­p­ke (alle Berlin). Das erste Tre­f­fen der neuen Ägide musste Coro­na-bed­ingt im online-Modus stat­tfind­en. – Für die Teil­nahme wer­den Zer­ti­fizierungspunk­te vergeben.

In sein­er langjähri­gen Geschichte hat sich das Sym­po­sion zum zen­tralen Forum der psy­cho­analy­se­his­torischen Szene im deutschsprachi­gen Bere­ich her­aus­ge­bildet. Das Pro­gramm wird in der Haupt­sache nicht „gemacht”, son­dern repräsen­tiert laufende Arbeit­spro­jek­te im Feld, soweit sie zum Vor­trag ange­boten wer­den. Die Mehrzahl der Ref­er­enten sind nicht-akademis­che Forsch­er, die gle­ich­wohl akademis­ches Niveau anstreben. Auch akademis­che Autoren aus ver­schiede­nen Fakultäten, vor allem jün­gere, nutzen das Sym­po­sion zur Vorstel­lung ein­schlägiger Arbeiten.

Die Teil­nehmerzahl hat sich, nach Spitzen­werten von über 120, auf ca. 90–100 Per­so­n­en eingepegelt. Trotz­dem hat die Ver­anstal­tung ihren Charak­ter als Arbeit­str­e­f­fen behal­ten. Die Kosten, und damit auch die Teil­nah­mege­bühren, wer­den bewusst niedrig gehal­ten. Für den Ablauf galt lange, dass am Fre­ita­gnach­mit­tag zwei, am Sam­stag zweimal drei und am Son­ntagvor­mit­tag zwei halb­stündi­ge Vorträge ange­boten wur­den. Seit 2017 wird für den Fre­ita­gnach­mit­tag ein „Ehren­gast” ein­ge­laden: ein/e namhafte/r Kolleg/in, auch aus dem Aus­land, der/die nor­maler­weise nicht den Weg zu uns find­en würde und dem/der eine län­gere Vor­tragszeit zur Ver­fü­gung gestellt wird. Es wird Wert darauf gelegt, dass nach den Vorträ­gen je eine halbe Stunde Zeit für die Diskus­sion bleibt. Das Sym­po­sion wird durch eine organ­isatorische Sitzung beschlossen, in der sein basis­demokratis­ch­er Charak­ter zur Gel­tung kommt. Ein Buf­fet am Fre­itagabend ist fes­ter Bestandteil des Pro­gramms. Auch am Sam­stagabend wird die Möglichkeit für ein gesel­liges Zusam­men­sein geboten. Passende Rand­ver­anstal­tun­gen, zum Beispiel „Mit­teilun­gen aus dem Archiv zur Geschichte der Psy­cho­analyse”, wer­den je nach Ange­bot ins Pro­gramm aufgenommen.

Aus Anlass des 20. Sym­po­sions 2007 hat Ger­hard Ficht­ner die Pro­gramme der bish­eri­gen Sym­posien zusam­mengestellt. Seine Doku­men­ta­tion, ergänzt um die Sym­posien 21 und 22, ist von dieser Seite aus zugänglich. Ab dem 23. Sym­po­sion wird eine neue, fort­laufende Doku­men­ta­tion vorgelegt. Außer­dem kön­nen auf dieser Seite der Call for Papers und das Pro­gramm (mit Anmelde­for­mu­lar) des jew­eils bevorste­hen­den Sym­po­sions abgerufen werden.

In der Ple­narver­samm­lung des 25. Sym­po­sions wurde beschlossen, dass sich das Sym­po­sion zum Gedenken an Ger­hard Ficht­ner, der am 4. Jan­u­ar 2012 ver­stor­ben ist (siehe den Nachruf in LUZIFER-AMOR, Heft 49), an der Ein­rich­tung eines Ger­hard-Ficht­ner-Stipendi­ums für Forschun­gen zur Geschichte der Psy­cho­analyse beteiligt, das auf Anre­gung von Ludger M. Her­manns, dem Vor­sitzen­den des Vere­ins Archiv zur Geschichte der Psy­cho­analyse, ins Leben gerufen wurde.

 

Kon­takt:

Ludger M. Her­manns: LM.Hermanns@t‑online.de
Rain­er Her­rn: rainer.herrn@charite.de
Andrea Hup­p­ke: a.huppke@web.de
Tagungs­büro (Sabine Selle): sym­po­sion-psy­cho@charite.de