agem-start­seite-titel­bild‑1
previous arrow
next arrow
 

AGEM

Willkom­men bei der Arbeits­ge­mein­schaft Eth­nolo­gie und Medi­zin (AGEM)
Die AGEM ist ein 1970 gegrün­de­ter gemein­nütziger Vere­in mit dem Ziel, die Zusam­me­nar­beit zwis­chen der Medi­zin, den angren­zen­den Natur­wis­senschaften und den Kultur‑, Geistes- und Sozial­wis­senschaften zu fördern und dadurch das Studi­um des inter­diszi­plinären Arbeits­felds Eth­nolo­gie und Medi­zin zu intensivieren.

Was wir tun

  1. Her­aus­gabe der Zeitschrift Curare
  2. Durch­führung von Tagungen
  3. Doku­men­ta­tion von Lit­er­atur und Informationen

Curare
Zeitschrift für Medizinethnologie

aktuelle Aus­gabe | Archiv aller Aus­gabenCall for Papers

Veranstaltungen

14. Jan. 2026

Rozerin Baysöz Kind: „Er versteht mich nicht“ – Wenn geflüchtete Kinder in der Psychotherapie nicht ankommen

Vor­trag

„Ethnopsy­chi­a­trie – neue Wege in der Behand­lung Geflüchteter in der Dom­i­nanzkul­tur?”, Ver­anstal­tungsrei­he, organ­isiert von der Staats­bib­lio­thek zu Berlin

„Ethnopsy­chi­a­trie – neue Wege in der Behand­lung Geflüchteter in der Dominanzkultur?”

Die Ver­anstal­tungsrei­he, organ­isiert von der Staats­bib­lio­thek zu Berlin, find­et jeden 2. Mittwoch ab 15. Okto­ber 2025 bis 14. Jan­u­ar 2026 in ins­ge­samt vier Ter­mi­nen statt. Eine Anmel­dung über die Web­seite ist erwünscht.

Deutsch­land ist ein Ein­wan­derungs­land, auch wenn Einige dies nicht wahrhaben wollen. Men­schen aus allen Teilen der Erde leben in Deutsch­land, von denen viele eine Trau­ma­tisierung erfahren haben, weil sie unter bekla­genswerten Umstän­den geflüchtet sind. Gewal­ter­fahrun­gen vor und während der Flucht waren für sie all­ge­gen­wär­tig. Unter diesen Geflüchteten befind­en sich viele sehr junge Men­schen und auch alle­in­ste­hende Kinder. Ihr Sta­tus in diesem Lande ist prekär. Ohne Sprachken­nt­nisse, ohne angemessene schulis­che Bil­dung und ohne ther­a­peutis­che Betreu­ung sind sie sich selb­st über­lassen. Wir sind zurzeit nicht in der Lage, ihnen ther­a­peutisch zu helfen, nicht nur, weil der poli­tis­che Wille dazu fehlt, son­dern auch, weil Therapeut:innen mit weni­gen Aus­nah­men nicht dafür aus­ge­bildet sind, Men­schen aus anderen Kul­turen angemessen zu betreuen.

Die Vor­tragsrei­he zur Ethnopsy­chi­a­trie wird in vier Teilen ver­suchen, die Geschichte und Prax­is der Ther­a­pie von Ange­höri­gen ein­er anderen Kul­tur zu erläutern und deut­lich zu machen, dass die Aus­bil­dung von kul­tursen­si­blen Therapeut:innen drin­gend geboten ist. Dies ist nicht nur eine Forderung, die sich aus dem Gebot der Men­schlichkeit ergibt, son­dern eine poli­tis­che Notwendigkeit, um Radikalisierun­gen und mehr Gewalt als Folge von erlit­te­nen Trau­ma­ta zu verhindern.

Die Vor­tra­gen­den sind Prof. Dr. Nor­bert Finzsch, Sig­mund Freud Pri­vatU­ni­ver­sität Berlin, Prof. Dr. Ulrike Kluge, Lei­t­erin des Zen­trums für Interkul­turelle Psy­chi­a­trie und Psy­chother­a­pie and der Char­ité Berlin, Gert Levy, langjähriger Psy­chother­a­peut auf dem Gebi­et interkul­tureller Ther­a­pie, und Roz­erin Baysöz Kind, Dok­torandin der Psy­chother­a­piewis­senschaft an der Sig­mund Freud Pri­vatU­ni­ver­sität Berlin.

Eine Anmel­dung ist über die jew­eili­gen Links auf den Seit­en möglich:

„Er ver­ste­ht mich nicht“ – Wenn geflüchtete Kinder in der Psy­chother­a­pie nicht ankommen
Roz­erin Baysöz Kind
Mittwoch, 14. Jan­u­ar 2026, 19 Uhr
Unter den Lin­den 8, Theodor-Fontane-Saal

Perma­link

10. Feb. 2026

Christoph Schwamm: Vom Menschenmaterial zum mündigen Patient? Patientenbilder im Kontext der (De)Professionalisierung der Ärzteschaft im langen 20. Jahrhundert

Vor­trag

Online Vor­trag

VORTRAGSREIHE DES INSTITUTS FÜR GESCHICHTE UND ETHIK DER MEDIZIN HEIDELBERG IM WINTERSEMESTER 2025/2026
Pro­fes­sion­al­ität und pro­fes­sionelle Hal­tung in der Medi­zin: His­torische und ethis­che Perspektiven

Was macht gute Ärztin­nen und Ärzte aus? Dem Ide­al nach erschöpft sich Pro­fes­sion­al­ität nicht in fach­lich­er Exzel­lenz, son­dern umfasst Hal­tung, Selb­stre­flex­ion und einen part­ner­schaftlichen Umgang mit Patient:innen. Die Vor­tragsrei­he beleuchtet diese Fra­gen aus eth­nol­o­gis­ch­er, his­torisch­er und medi­zinis­ch­er Per­spek­tive. Die Beiträge zeigen, wie vielfältig und zugle­ich her­aus­fordernd Pro­fes­sion­al­ität ver­standen wer­den kann: Sei es im Prozess der Iden­tität­sen­twick­lung von Studieren­den, im Umgang mit dem toten Kör­p­er im Prä­pari­erkurs, in der Zusam­me­nar­beit mit Genesungsbegleiter:innen in der Psy­chi­a­trie oder in den Patien­ten­bildern des 20. Jahrhun­derts. Ger­ade die his­torischen Beispiele verdeut­lichen, dass Vorstel­lun­gen ärztlich­er Pro­fes­sion­al­ität und Leit­bilder keineswegs uni­versell gültig sind, son­dern in hohem Maße kontin­gent und dem gesellschaftlichen Wan­del unter­wor­fen. Damit rückt die Rei­he die Verän­der­barkeit und Vielschichtigkeit pro­fes­sioneller Hal­tung in den Mit­telpunkt: Pro­fes­sion­al­ität erscheint nicht als fest­gelegtes Ide­al, son­dern als Aushand­lung­sprozess zwis­chen Wis­senschaft und Erfahrung, zwis­chen Nähe und Dis­tanz, zwis­chen den Erwartun­gen von Patient:innen und den Selb­st­bildern der Ärzt:innen. Sie lädt dazu ein, die Medi­zin als ein Feld zu ver­ste­hen, das sich ständig neu erfind­et – im Span­nungs­feld von Geschichte, Ethik und Gegenwart.

Online per Zoom: https://eu02web.zoom‑x.de/j/68528452549?pwd=aEJvZHlTT01PQ0NFVlRkY09jSVFHZz09.

Pro­gramm

10.02.2026 / 18.15 Uhr
Vom Men­schen­ma­te­r­i­al zum mündi­gen Patient? Patien­ten­bilder im Kon­text der (De)Professionalisierung der Ärzteschaft im lan­gen 20. Jahrhundert
Dr. Christoph Schwamm
Insti­tut für Geschichte und Ethik der Medi­zin, Uni­ver­sität Heidelberg

Down­load Fly­er: https://t1p.de/xq4fc
Kontakt

Insti­tut für Geschichte und Ethik der Medizin
Ruprecht-Karls-Uni­ver­sität Heidelberg
Im Neuen­heimer Feld 327
69120 Heidelberg

Tele­fon: 06221 54–8212
E‑Mail: christoph.schwamm@histmed.uni-heidelberg.de

Perma­link

06. März 2026

Cfp for Bodies, Vulnerabilities, Empowerment

Kon­ferenz

In-per­son sym­po­sium, Belfast

Bod­ies, Vul­ner­a­bil­i­ties, Empowerment
Symposium
Orgniz­ers: Aman­da Lubit, Mile­na Williamson, and Maruš­ka Svašek.
Time: Fri­day 6 March 2026
Place: Wolf­son Lec­ture The­atre, Sea­mus Heaney Cen­tre, 38–40 Uni­ver­si­ty Road, Belfast

Call for Con­tri­bu­tions (dead­line: 15 Jan 2026)

Cen­tre for Cre­ative Ethnog­ra­phy, in col­lab­o­ra­tion with Sea­mus Heaney Cen­tre, invites aca­d­e­mics, stu­dents, poets and oth­ers to par­tic­i­pate in a one-day, in-per­son sym­po­sium. The objec­tive is to employ cre­ative ethnog­ra­phy, poet­ry, and oth­er modes of artis­tic explo­ration to explore how inequal­i­ties relat­ed to inter­sec­tion­al­i­ties of gen­der, sex­u­al­i­ty, race, reli­gion, class, age, and/or dis­abil­i­ty are

– embod­ied and experienced
– embed­ded in wider soci­etal structures
– politi­cised and resisted

Bod­ies: We invite sub­mis­sions that inves­ti­gate phys­i­cal­i­ty, aging, mor­tal­i­ty, emo­tion­al inter­ac­tion, indi­vid­ual bod­ies and body politics.

Vul­ner­a­bil­i­ties: Relat­ed ques­tions around inequal­i­ties, oppres­sion, inter­de­pen­dence, and expe­ri­ences of dis­em­pow­er­ment and trau­ma are high­ly relevant.

Empow­er­ment: We also wel­come con­tri­bu­tions that exam­ine broad­er themes of bod­i­ly agency, resis­tance, and transformation.

Con­trib­u­tors might sim­i­lar­ly con­sid­er rela­tion­ships between artist’s bod­ies and bod­ies of work, explor­ing how con­crete works exist in space, cul­ture and soci­ety. Anoth­er rel­e­vant ques­tion is how cre­ative prac­tice can make us as cre­ators both vul­ner­a­ble and empow­ered. What are the com­pli­ca­tions of try­ing to express

- an indi­vid­ual experience

“The days are get­ting longer now, how­ev­er many of them / I have left. / And the pen­cil I am writ­ing this with, old as it is, will eas­i­ly / out­last their end.” –Cia­ran Carson’s “Claude Mon­et, Artist’s Gar­den at Vétheuil, 1880)

- a col­lec­tive experience

(“All atti­tudes, all the shape­li­ness, all the belong­ings of my or your body or of any one’s body” –Walt Whitman’s “I Sing the Body Electric”)

We encour­age, but do not require, sub­mis­sions that incor­po­rate a per­for­ma­tive ele­ment. Per­for­mances can include, but are not lim­it­ed to, read­ings, dance, visu­al arts and crafts, sound, and film.

FORMAT: Each con­trib­u­tor will have up to 15 min­utes for their pre­sen­ta­tion, demon­stra­tion and/or per­for­mance. If you wish to con­tribute, please send a 200-word abstract and a 100-word bio to CFCE@qub.ac.uk by Jan­u­ary 15, 2025. Please spec­i­fy the for­mat of your con­tri­bu­tion. If you are doing a demon­stra­tion and/or per­for­mance please let us know what that will involve.

KEYNOTE: Bebe Ashley

Bebe lives in North­ern Ire­land. Her debut col­lec­tion Gold Light Shin­ing (Ban­shee Press) was select­ed for Read Mór in 2022. In 2023, Bebe received the Ivan Juritz Prize for Cre­ative Exper­i­ment (Text) for work which was lat­er pub­lished in her sec­ond poet­ry col­lec­tion Har­bour Doubts. In 2024, Bebe received a Cre­ative Prac­ti­tion­er Bur­sary from Belfast City Coun­cil, and in 2025, received the British Coun­cil Fel­low­ship for Bun­danon, Aus­tralia. For more details, please see here: http://www.bebe-ashley.com/

Perma­link


21.–22.11.2025 | AGEM-Tagung 2025 | Zukunftswerkstatt: Die nächsten zehn Jahre Anthropos-Institut, St. Augustin

More Infor­ma­tion

Dokumentation

Mitglied werden
bei der AGEM

mehr über die Mitgliedschaft