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23. – 24. Mrz 2023

Feldforschung in der Medizin: Mehrwert und Herausforderungen

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Diese Tagung möchte ins­beson­dere Wissenschaftler*innen in der »frühen Phase« ihrer Kar­riere zum Aus­tausch über ihre Erfahrun­gen als Forschende im Gesund­heitswe­sen ermutigen.

Tagung
Feld­forschung in der Medi­zin: Mehrw­ert und Her­aus­forderun­gen ethno­grafis­ch­er Zugänge zu Gesundheit
23./24. März 2023, Uni­ver­sität Augsburg

Call for Papers (Dead­line: 1. Dezem­ber 2022)

Wie frag­il sich Feldzugänge für Gesundheitsforscher*innen häu­fig gestal­ten, hat die Covid-19-Pan­demie auch und ger­ade im Hin­blick auf ethno­grafis­che Forschung in medi­zinis­chen Set­tings gezeigt. Doch nicht nur Lock­downs und ver­schärfte Besucher*innenregelungen kön­nen Feld­forschung in der Medi­zin bee­in­flussen, erschw­eren oder unter Umstän­den sog­ar verun­möglichen. Medi­zinis­che Insti­tu­tio­nen erweisen sich häu­fig als stark regle­men­tierte Orte, die nicht unbe­d­ingt ein­fach ethno­grafisch zu erforschen sind. Dies zeigt sich beispiel­sweise an aus­geprägten (Wissens-)Hierarchien, spez­i­fis­chen Hygien­evorschriften oder regulierten(Fach-)Kompetenzen, die eine wirk­lich teil­nehmende Beobach­tung beein­trächti­gen kön­nen. Zudem kom­men Ethikkom­mis­sio­nen und beson­ders strenge Daten­schutzregelun­gen zum Schutz vul­ner­a­bler Grup­pen eine beson­dere Rolle im Gesund­heitssek­tor zu, wodurch die Feld­forschung sich hier möglicher­weise anders gestal­tet als in anderen Kon­tex­ten. Neben diesen feld­spez­i­fis­chen Hür­den wer­den auch immer wieder »klas­sis­che« Prob­leme und Grund­satzfra­gen ethno­grafis­ch­er Forschung evi­dent: Wann und wie steige ich am besten
in mein Feld ein – und wieder aus? Welchen Logiken fol­gt mein Feld – und wem folge ich? Und welche Rolle(n) kann, darf und will ich in welchem Set­ting ein­nehmen? Ethno­grafis­che Zugänge zu Gesund­heit sind in diversen Diszi­plinen von großer Beliebtheit, kön­nen aber auch beson­ders her­aus­fordernd sein. Diese Tagung möchte ins­beson­dere Wissenschaftler*innen in der »frühen Phase« ihrer Kar­riere zum Aus­tausch über ihre Erfahrun­gen als Forschende im Gesund­heitswe­sen ermuti­gen. Wir möcht­en Raum bieten für das Sprechen über das Scheit­ern, über Umge­hungs- und Lösungsstrate­gien, über Mod­i­fika­tio­nen. Wir inter­essieren uns für Eure Geschicht­en aus der Prax­is, über Euer Kopfzer­brechen am Schreibtisch, für Eure Reflex­io­nen über Eure Rolle im Feld. Das über­ge­ord­nete Ziel dieser Tagung ist es, Forscher*innen aus diversen Diszi­plinen, die sich mit den gesellschaftlichen Aspek­ten von Krankheit und Gesund­heit befassen, zusam­men­zubrin­gen, um über ihre Forschung in ver­schiede­nen medi­zinis­chen Feldern und über unter­schiedlich­ste Akteur*innen sowie Beruf­s­grup­pen im Gesund­heitssys­tem gemein­sam (method­ol­o­gisch) zu diskutieren.

Von Inter­esse kön­nten fol­gende Fra­gen sein:
Was bedeutet es, Insider*in/Outsider*in zu sein im Kon­text medi­zinis­ch­er Forschung?
Wie wichtig ist eigenes Erfahrungswis­sen, z.B. im Gespräch mit Patient*innen?
Welche Umgangsweisen helfen bei der Dis­tanzierung (und Befrem­dung) im Feld, und wie geht man mit möglichen eige­nen (medizinischen/pflegerischen) Fachkom­pe­ten­zen um?
Inwiefern unter­schei­den sich der Lai*innen- und Expert*innen-Status im Hin­blick auf Krankheit/Gesundheit im Ver­gle­ich zu anderen Feldern?
Welche autoethno­grafis­chen Per­spek­tiv­en brin­gen wir als (pri­vate) Mit­glieder des Gesund­heitssys­tems mit – und ein?
Wie kön­nen ethno­grafis­che Zugänge zu einem ver­tieften Ver­ständ­nis der zunehmenden Dig­i­tal­isierung, Tech­nol­o­gisierung und Per­son­al­isierung des Gesund­heitssys­tems beitragen?
Welche Rolle spie­len Materialität(en) und Körperlichkeit(en)?
Wie sind sie zu begreifen und zu gewicht­en in einem Feld, in dem der Kör­p­er häu­fig als Dreh- und Angelpunkt fungiert?

Ger­ahmt wird der Aus­tausch durch Keynotes von Prof. Dr. Mile­na Bis­ter (HU Berlin) und Prof. Dr. Cor­nelius Schu­bert (TU Dort­mund). In Euren Vorträ­gen soll es allerd­ings weniger um das große Ganze gehen. Um den Mehrw­ert, aber auch die Her­aus­forderun­gen ethno­grafis­ch­er Feld­forschung im Gesund­heitswe­sen exem­plar­isch darzustellen, wür­den wir Euch bit­ten, Eure Beiträge eher inputo­ri­en­tiert zu konzip­ieren und einen Prob­le­maufriss zu skizzieren oder eine  Lösungsstrate­gie nachzuze­ich­nen; der Schw­er­punkt soll primär auf der gemein­samen Diskus­sion liegen.
Bitte schickt Euer Abstract (ca. 350 Wörter) bis zum 1. Dezem­ber 2022 an Ann Kristin Augst (ann.kristin.augst@uni‑a.de) und Bian­ca Jan­sky (bianca.jansky@uni‑a.de).

Eine Rück­mel­dung von uns erhal­tet Ihr spätestens Anfang Jan­u­ar 2023.

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23. – 24. Mrz 2023

Feldforschung in der Medizin: Mehrwert und Herausforderungen ethnografischer Zugänge zu Gesundheit

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Tagung für ‚Nachwuchswissenschaftler*innen’ zum The­ma “Feld­forschung in der Medi­zin: Mehrw­ert und Her­aus­forderun­gen ethno­grafis­ch­er Zugänge zu Gesundheit”

Tagung

Feld­forschung in der Medi­zin: Mehrw­ert und Her­aus­forderun­gen ethno­grafis­ch­er Zugänge zu Gesund­heit 23./24. März 2023, Uni­ver­sität Augsburg
Call for Papers (Dead­line: 1.Dezember 2022)
Wie frag­il sich Feldzugänge für Gesundheitsforscher*innen häu­fig gestal­ten, hat die Covid-19-Pan­demie auch und ger­ade im Hin­blick auf ethno­grafis­che Forschung in medi­zinis­chen Set­tings gezeigt. Doch nicht nur Lock­downs und ver­schärfte Besucher*innenregelungen kön­nen Feld­forschung in der Medi­zin bee­in­flussen, erschw­eren oder unter Umstän­den sog­ar verun­möglichen. Medi­zinis­che Insti­tu­tio­nen erweisen sich häu­fig als stark regle­men­tierte Orte, die nicht unbe­d­ingt ein­fach ethno­grafisch zu erforschen sind. Dies zeigt sich beispiel­sweise an aus­geprägten (Wissens-)Hierarchien, spez­i­fis­chen Hygien­evorschriften oder reg­ulierten (Fach-)Kompetenzen, die eine wirk­lich teil­nehmende Beobach­tung beein­trächti­gen kön­nen. Zudem kom­men Ethikkom­mis­sio­nen und beson­ders strenge Daten­schutzregelun­gen zum Schutz vul­ner­a­bler Grup­pen eine beson­dere Rolle im Gesund­heitssek­tor zu, wodurch die Feld­forschung sich hier
möglicher­weise anders gestal­tet als in anderen Kontexten.
Neben diesen feld­spez­i­fis­chen Hür­den wer­den auch immer wieder »klas­sis­che« Prob­leme und Grund­satzfra­gen ethno­grafis­ch­er Forschung evi­dent: Wann und wie steige ich am besten in mein Feld ein – und wieder aus? Welchen Logiken fol­gt mein Feld – und wem folge ich? Und welche Rolle(n) kann, darf und will ich in welchem Set­ting einnehmen?
Ethno­grafis­che Zugänge zu Gesund­heit sind in diversen Diszi­plinen von großer Beliebtheit, kön­nen aber auch beson­ders her­aus­fordernd sein. Diese Tagung möchte ins­beson­dere Wissenschaftler*innen in der »frühen Phase« ihrer Kar­riere zum Aus­tausch über ihre Erfahrun­gen als Forschende im Gesund­heitswe­sen ermutigen.
Wir möcht­en Raum bieten für das Sprechen über das Scheit­ern, über Umge­hungs- und Lösungsstrate­gien, über Mod­i­fika­tio­nen. Wir inter­essieren uns für Eure Geschicht­en aus der Prax­is, über Euer Kopfzer­brechen am Schreibtisch, für Eure Reflex­io­nen über Eure Rolle im Feld. Das über­ge­ord­nete Ziel dieser Tagung ist es, Forscher*innen aus diversen Diszi­plinen, die sich mit den gesellschaftlichen Aspek­ten von Krankheit und Gesund­heit befassen,
zusam­men­zubrin­gen, um über ihre Forschung in ver­schiede­nen medi­zinis­chen Feldern und über unter­schiedlich­ste Akteur*innen sowie Berufsgruppen
im Gesund­heitssys­tem gemein­sam (method­ol­o­gisch) zu diskutieren.

Von Inter­esse kön­nten fol­gende Fra­gen sein:

  • Was bedeutet es, Insider*in/Outsider*in zu sein im Kon­text medi­zinis­ch­er Forschung?
  • Wie wichtig ist eigenes Erfahrungswis­sen, z.B. im Gespräch mit Patient*innen?
  • Welche Umgangsweisen helfen bei der Dis­tanzierung (und Befrem­dung) im Feld, und wie geht man­mit möglichen eige­nen (medizinischen/pflegerischen) Fachkom­pe­ten­zen um?
    Inwiefern unter­schei­den sich der Lai*innen- und Expert*innen-Status im Hin­blick auf Krankheit/Gesundheit im Ver­gle­ich zu anderen Feldern?
  • Welche autoethno­grafis­chen Per­spek­tiv­en brin­gen wir als (pri­vate) Mit­glieder des Gesund­heitssys­tems mit – und ein?
  • Wie kön­nen ethno­grafis­che Zugänge zu einem ver­tieften Ver­ständ­nis der zunehmenden Dig­i­tal­isierung, Tech­nol­o­gisierung und Per­son­al­isierung des Gesund­heitssys­tems beitragen?
    Welche Rolle spie­len Materialität(en) und Körperlichkeit(en)? Wie sind sie zu begreifen und zu gewicht­en in einem Feld, in dem der Kör­p­er häu­fig als Dreh- und Angelpunkt fungiert?
Ger­ahmt wird der Aus­tausch durch Keynotes von Prof. Dr. Mile­na Bis­ter (HU Berlin) und Prof. Dr. Cor­nelius Schu­bert (TU Dort­mund). In Euren Vorträ­gen soll es allerd­ings weniger um das große Ganze gehen. Um den Mehrw­ert, aber auch die Her­aus­forderun­gen ethno­grafis­ch­er Feld­forschung im Gesund­heitswe­sen exem­plar­isch darzustellen, wür­den wir Euch bit­ten, Eure Beiträge eher inputo­ri­en­tiert zu konzip­ieren und einen Prob­le­maufriss zu skizzieren oder eine Lösungsstrate­gie nachzuze­ich­nen; der Schw­er­punkt soll primär auf der gemein­samen Diskus­sion liegen.
Bitte schickt Euer Abstract (ca. 350 Wörter) bis zum 1. Dezem­ber 2022 an Ann Kristin Augst (ann.kristin.augst@uni‑a.de) und Bian­ca Jan­sky (bianca.jansky@uni‑a.de).
Eine Rück­mel­dung von uns erhal­tet Ihr spätestens Anfang Jan­u­ar 2023.

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